Das war das ursprüngliche Gesamtprojekt, eine Art Vision, ein Zielbild für ein Generationenprojekt. Es ging (und geht) dabei um die ideale Kombination aus einer neuen Kehrichtverwertungsanlage und Produktion umweltfreundlicher Energie für die Trocknung von Klärschlamm als Vorstufe zum Phosphorrecycling und Versorgung der Region mit Fernwärme. Der Vorstand der erzo ARA hat entschieden, das Teilprojekt zum Phosphorrecycling bis auf weiteres zu sistieren. Ausschlaggebend für diesen Entscheid ist die nach wie vor unklaren nationalen Rahmenbedingungen sowie insbesondere die noch offene Frage der Finanzierung. Der Vorstand ist der Überzeugung, dass ein solches Projekt nicht zu einem zusätzlichen finanziellen Risiko für die Verbandsgemeinden werden darf, solange die Rahmenbedingungen auf eidgenössischer Ebene nicht abschliessend definiert sind. Gleichzeitig bekräftigt der Vorstand seine klare Haltung zur langfristigen Zielsetzung: Die Mission einer ökologisch wie technisch sinnvollen Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm bleibt bestehen. Sobald verlässliche gesetzliche und finanzielle Grundlagen geschaffen sind, soll der eingeschlagene Weg fortgesetzt werden – basierend auf der geplanten Klärschlammtrocknung.
Sämtliche weiteren Bestandteile der Vision «enphor» – insbesondere der Ersatz der Klärschlammverbrennung durch eine Trocknung des Klärschlammes, der Ausbau der Fernwärme, sowie der Ersatzbau der Kehrichtverwertung – bleiben davon unberührt. Sie sind integrale, optimal aufeinander abgestimmte Bestandteile des Projekts und werden wie geplant und mit unverändertem Engagement weiterverfolgt und umgesetzt. Der nächste Schritt wird der Abschluss der Wärmelieferverträge mit der in Gründung befindlichen Fernwärme Unteres Wiggertal AG (FUWI) sein.
