enphor
WIR GESTALTEN
ZUKUNFT
Die Menge an Abfall nimmt trotz steigender Recyclingquote auch in Zukunft zu. Gleichzeitig steigt der Bedarf nach umweltfreundliche Energie der Schweiz. Mit dem Projekt «enphor» tragen wir in beiden Entwicklungen zur Lösung bei: Wir verwandeln Abfall in klimaschonende Energie. Damit tragen wir gleichzeitig auch zur Umsetzung der regionalen und nationalen Energiestrategie bei – und übernehmen unseren Teil der Verantwortung.
WAS WIR machen
ABFALL ENTSORGEN

Wir verwerten Abfall von über 70‘000 Einwohnerinnen und Einwohnern aus unseren elf Verbandsgemeinden.
STROM PRODUZIEREN

Aus diesem Abfall produzieren wir Strom und (Fern-)Wärme für lokale und regionale Kunden.
ABWASSER REINIGEN
ABWASSER REINIGEN

Wir reinigen das Abwasser von über 37‘000 der ARA angeschlossenen Einwohnerinnen und Einwohnern.
WAS WIR FÜR DIE ZUKUNFT PLANEN
Neues Abfallkraftwerk
Sie bildet den Kern der vier Projekte. Geplant ist eine Aufstockung der Verbrennungskapazität von heute knapp 70‘000 auf 160‘000 Tonnen pro Jahr. Der Grund dafür ist, dass für den wirtschaftlichen Betrieb eine bestimmte Grösse erforderlich ist. Ausserdem braucht die geplante Abgabe von Energie für Fernwärme, Industrie- und Prozessdampf und Wärmebezüger eine Anlage dieser Grösse. Und die Abfallmenge wird aufgrund des Wirtschafts- und des damit verbundenen Bevölkerungswachstums in der Region weiter zunehmen. Die Arbeiten sollen frühestens ab 2028 starten und 2032 abgeschlossen sein.
Klärschlammtrocknung
Klärschlammtrocknung
Mit einem Teil der von dem neuen Abfallkraftwerk produzierten Wärme soll künftig der bei der erzo-ARA anfallenden Klärschlamm getrocknet und für die Weiterverarbeitung an den Projektpartner Holcim geliefert werden. Die Klärschlammtrocknung als zusätzliche Abnehmerin von Wärme macht das neue Abfallkraftwerk beim Absatz von Energie unabhängiger.
Phosphorrecycling
Phosphorrecycling
Der Bund schreibt vor, dass Phosphor aus Abwässern, Klärschlamm oder Klärschlammasche zurückgewonnen und z.B. als Dünger stofflich verwertet werden. Wir planen deshalb auf dem Areal ein Klärschlamm-Kompetenzzentrum zur Phosphor-Rückgewinnung. Damit werden wir dazu beitragen, dass die einheimische Landwirtschaft in der Lage ist, ihren Bedarf am wertvollen Nährstoff aus hiesigen Quellen zu decken. Zudem schliesst sich mit dem Phosphor-Recycling ein wichtiger Stoffkreislauf.
Fernwärme
Fernwärme
Die regionale Fernwärmegesellschaft will die Abwärme des neuen Abfallkraftwerks für die Beheizung diverser Quartiere in der Region nutzen. Das ermöglicht eine effiziente Nutzung der produzierten Energie.
ENERGIEPLAN BIS INS JAHR 2050
2017 haben die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger das revidierte Energiegesetz angenommen. Damit wurde unter anderem auch die Grundlage gelegt, dass die Schweiz ihre Treibhausgasemissionen reduziert. Die damit verbundene Substitution von fossilen Energieträgern, insbesondere in den Bereichen Verkehr und Wärme, wird jedoch zu einem stark steigenden Elektrizitätsbedarf führen.
Das für Oftringen geplante Abfallkraftwerk unter dem Projektname «Renzo» wird ihren Beitrag zur Deckung dieses erhöhten Energiebedarfs leisten – indem sie Material verbrennt, das über einen ähnlichen Brennwert verfügt wie Brennholz und von dem es in Zukunft immer mehr geben wird: Abfall. Damit verbindet sie langfristig die wichtige Entsorgungssicherheit mit einer Versorgungssicherheit im Bereich Strom und Wärme.
Und: Die Region Wiggertal orientiert sich im Handeln rund um die Energie- und Kreislaufwirtschaft nach den übergordneten und strategischen Grundlagen des Bundes und der Kantone. Hierfür hat die politische Leitbehörde eine Vision mit 10 Leitsätzen erarbeitet und verabschiedet. Die erzo will sich bei der Umsetzung und der Realisierung dieser Vision einbringen und ein Teil der Lösung sein.
«Ich stehe für ein Generationenprojekt ein, weil es Sinn macht.»
Thomas Peyer, Geschäftsführer erzo KVA und erzo ARA.
STRATEGIE
Wir orientieren uns an einer weitsichtigen, langfristigen, möglichst klimaneutralen und gleichzeitig ökonomischen Energieentwicklung mit Vorbildcharakter. Wir verbinden einen immer grösser werdenden Energiebedarf auch in unserer Region mit einer gleichzeitig ständig steigenden Menge an Rohstoff für dessen Deckung: Abfall.
Moderne Kehrichtkraftwerke werden dort, wo sie es noch nicht sind, zu einem relevanten Bindungsglied in der Recyclingkette und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Kreislaufwirtschaft. Ein Abfallkraftwerk, wie wir sie in Oftringen planen, können verhältnismässig kostengünstig erstellt und rentabel betrieben werden. Davon profitiert auch Oftringen als Standortgemeinde – und mit ihr alle Einwohnerinnen und Einwohner.



